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MdL Klaus Steiner: „Weidetiere sind keine Kuschelgefährten“

24.06.2021

Traunstein. Vor dem Hintergrund massiver Klagen der Almbauern über das rücksichtslose Verhalten mancher Wanderer und Radfahrer, hat der Traunsteiner Stimmkreisabgeordnete Klaus Steiner an die Freizeitsportler appelliert sich auf den Almen so zu verhalten, dass der Weidbetreib nicht gestört oder beeinträchtigt wird. „Unsere heimische Weidetierhaltung gehört zu unserer einzigartigen Kulturlandschaft. Doch nicht erst durch Corona wurden unsere Berge und Wälder zum wahren Besuchermagnet. Wir alle bewegen uns in unserer Freizeit gerne an der frischen Luft. Vor allem beim Wandern kommen wir immer wieder über Weideflächen. Da ist Rücksicht und Umsicht mit den einzelnen Tieren enorm wichtig“, betonte Steiner, Mitglied im Agrarausschuss des Landtags.

In Anbetracht der Tatsache, dass es oft keinen noch so schmalen Pfad gibt, auf dem nicht ein Jogger, Wanderer oder Mountainbiker unterwegs ist, Weidetiere von der geballten „Freizeitfront“ beinahe Tag und Nacht auf Trapp gehalten werden, sollten Erholungssuchende im Mindesten stets darauf achten, dass Weidetore und Viehgatter geschlossen bleiben. Während Jungrinder neugierig und stürmisch sind, verteidigen Mutterkühe ihre Kälber impulsiv. „Ich bin immer wieder über Meldungen verwundert, in denen man hört, dass Erholungssuchende Weidetiere scheinbar mit Kuschelgefährten und Streicheltieren verwechseln.

„Wir alle sollten fremden Tieren mit Respekt und Vorsicht begegnen und sie auch nicht füttern“, so MdL Steiner. Besonders Hundehalter sollten auf die Hinterlassenschaften ihrer Hunde achten. Kot hat auf Wiesen und Weiden nichts zu suchen.

Erholungssuchende, die sich mit dem Auto auf den Weg zu ihrem Ausflugsziel machen, sollten beachten, dass Wald- und Feldwege oder Wiesen- und Ackerränder nicht als Parkplätze geeignet sind. Wildes Parken beeinträchtigt die Landwirte bei ihrer täglichen Arbeit enorm. „Lassen Sie uns einfach wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen“, so der Agrarpolitiker.

Die Weidetierhaltung zu erhalten und zu unterstützen, ist ein erklärtes Ziel Bayerns. Denn sie ist ein besonders tierwohlgerechter und ressourcenschonender Betriebszweig der Landwirtschaft. „Die extensive Beweidung von Grünland trägt nicht nur zum einzigartigen Charakter Bayerns bei, sondern auch zur Artenvielfalt“, so Steiner. Sollte sich die Situation weiter zuspitzen sehe sich der Gesetzgeber gezwungen, strengere Reglungen etwa im Bereich der Besucherlenkung zu treffen.                                     

Klaus Steiner, MdL

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