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Aus dem Stimmkreis

05.07.2021 | Sybilla Wunderlich, Freelance Journalistin

Der neue Schmugglerweg wurde feierlich eröffnet

Grenzüberschreitendes Tourismusprojekt zwischen Tirol und Bayern

Durchschneiden des Eröffnungsbandes , von links Josef Loferer, Gerd Erharter, Martin Straßer,Rupert Toferer, Reinhold Flörl, Prof. Walter J. Mayer, Georg Kaltschmid, Klaus Steiner
Durchschneiden des Eröffnungsbandes , von links  Josef Loferer, Gerd Erharter, Martin Straßer,Rupert Toferer, Reinhold Flörl, Prof. Walter J. Mayer, Georg Kaltschmid, Klaus Steiner
Durchschneiden des Eröffnungsbandes , von links Josef Loferer, Gerd Erharter, Martin Straßer,Rupert Toferer, Reinhold Flörl, Prof. Walter J. Mayer, Georg Kaltschmid, Klaus Steiner

Schleching/Kössen – Seit dem Wochenende ist die deutsch-österreichische Urlaubsregion Kaiserwinkel in Tirol und das Achental auf bayerischer Seite um die Attraktion eines besonderen Themenwanderweges reicher. Nach mehrjähriger Bauphase wurde das grenzüberschreitende Tourismusprojekt „Schmugglerweg/Klobenstein  feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

Zur Einweihung baten die beiden Pfarrer Rupert Toferer (Tirol) und Martin Straßer (Achental) um den Segen Gottes für den neuen Weg. Toferer sprach „Wege verbinden die Menschen miteinander“, er erinnerte daran, dass dieser Schmugglerweg auch als Pilgerziel  zu der Wallfahrtskirche Maria Klobenstein gilt und erklärte „dieser Wallfahrtsort besteht seit 300 Jahren“.

Der neun Kilometerlange Schmugglerweg beginnt oder endet jeweils im Ortszentrum von Kössen oder Schleching und bietet verschiedene neue  Attraktionen. 

Von Schleching schlängelt sich der spektakuläre neue Wanderweg fast ausschließlich durchs Naturschutzgebiet. Neben dem „einfachen“ bis zur Grenze kinderwagentauglichen schon bestehenden Schmugglerweg wurde jetzt eine weitere Variante über einen Weg mit alpiner Anmutung geschaffen. Er führt – zumeist als Steig - über Bäche vorbei am Rudersburger See und an einem Wasserfall. Nach einer Hangbrücke am Totermann Bach und einer neuen Hängebrücke an der  Entenlochklamm  mit atemberaubenden Aussichten auf die Tiroler Achen findet der Wanderer das spektakuläre Monument einer freigelegten Gletschermühle. Möglich ist jetzt auch ein kleinerer Rundweg über die alte und neue Hängebrücke sowie auf Kössener Seite zwei –ebenfalls spektakuläre- Aussichtsplattformen. Auf dem ganzen Schmugglerweg kann an diversen schönen Plätzen eine Rast auf Bänken und an Tischen eingelegt werden. Tafeln informieren über Besonderheiten und als besonderer Spaß für die ganze Familie gibt es auf der Route eine mobile Handy-App, bei der auf unterhaltsame Weise Wissenswertes zur Natur und Bergwelt zu erfahren ist. 

Bei den zahlreichen Reden zur Eröffnung erinnerte  Reinhold Flörl (Bürgermeister Kössen), an die ersten Visionäre und Pioniere des neuen Schmugglerweges, die sich   schon vor einem Jahrzehnt zusammengesetzt haben für dieses  Projekt und bedankte sich bei all den vielen Beteiligten für den langen Atem und bei den zahlreichen Förderstellen, ohne die das Unternehmen nicht zu stemmen gewesen wäre und fügte den Schlusssatz an „haltet dieses Naturjuwel in Ehren“. 

Auch  Josef Loferer (Bürgermeister Schleching) erinnerte an einen Mann der ersten Stunde, Helmut Birner, der ebenfalls maßgeblich seine Ideen beigesteuert hat. Ebenso ging sein Dank  an den Staatsforst und die privaten Grundstücksbesitzer, die das Projekt ermöglicht haben und an die Menschen, die alle im Hintergrund für das Gelingen gearbeitet haben. Wichtig war ihm der europäische Gedanke, über den bei diesem Projekt nicht nur gesprochen wird, sondern der auch mit der grenzüberschreitenden Verbindung gelebt wird. 

Das fand auch Georg Kaltschmid (Landtagsabgeordneter Tirol) und fügte hinzu „Tourismus kann auch funktionieren ohne Eingriffe in die Natur“. Dem pflichtete Klaus Steiner (Abgeordneter im Bayerischen Landtag) bei und meinte, dass dieses Projekt im Gegensatz „zu den Fliehkräften, die zurzeit in Europa auseinanderdriften“ als wichtiger Baustein steht. Professor Walter J. Mayer (Präsident Euregio Inntal) erinnerte auch an einen Wegbereiter, Fritz Irlacher, Altbürgermeister in Schleching. Er meinte „nachhaltiger wie dieses Projekt geht nicht“. 

Für Gerd Erharter (TVB Kaiserwinkel) kommt die Eröffnung des Schmugglerweges zu einem guten Zeitpunkt. Seiner Meinung nach, werden die Formen des Tourismus gerade hinterfragt und  neue Konzepte gesucht, die in Richtung „Natur erleben“ gehen. Bei diesem Gedanken erwähnte er auch, dass die Eröffnung noch nicht das Ende des Weges ist, wichtig sei noch eine bessere Anbindung an den ÖPNV. 

Begleitet wurde die Veranstaltung von den Schlechinger Alphornbläsern, die an der neuen Brücke über den Gletschertöpfen standen und eindrucksvoll die Töne über das Natur- und Kulturerbe Klobensteinschlucht schickten. 

Nach der Eröffnung trafen sich die zahlreichen Gäste im Gasthaus Klobenstein zu angeregten Gesprächen bei Bewirtung und zünftiger Musikbegleitung.   wun