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MdL Klaus Steiner: „Export kein Widerspruch zu regionaler Vermarktung Qualität aus der Region in alle Welt“

16.09.2018

Höchste Qualitätsstandarts, aber auch ständige Marktanalysen, die genaue Beobachtung der gesellschaftlichen Veränderungen, der Globalisierung, der demografischen Entwicklung, der Urbanisierung  nur so kann die Molkerei Berchtesgadener Land auf das Verkaufs und Ernährungsverhalten der Menschen kundenorientiert reagieren. 

Ein hochqualifiziertes Management kennzeichnet neben der hohen Produktqualität das erstaunliche Unternehmensniveau der Genossenschaft. Davon überzeugte sich der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner, Mitglied im Agrarauschuss des Landtages, bei einem Besuch der Molkerei Berchtesgadener Land bzw. im Gespräch mit Geschäftsführer, Bernhard Pointner, und dem Vorstandsvorsitzenden, Andreas Argstatter.
 
„Der Verkauf von Molkereiprodukten in ganz Deutschland und der Export 14 Länder, sichert die Existenz der kleinen Bergbauern in unserer Region und steht keineswegs im Widerspruch zu einer regionalen, nachhaltigen Landwirtschaft“, so Pointner.
 
Die Produkte der bäuerlichen Landwirtschaft der Region, die in alle Welt gehen, seien nicht mit der Produktion und Vermarktung der Agrarindustrie zu vergleichen. „Der Verkauf unserer Produkte nur in der Region oder in Bayern würde den Absatz der angelieferten Milch nicht gewährleisten“, sagte Pointner. Nur mit einer durchdachten Marketingstrategie, Produkten im Hochpreissegment und dem Export, können wir die Existenz unserer Lieferbetreibe und einem hohen Milchpreis sicherstellen, sagte Pointner.
Führt man sich vor Augen, dass gerade einmal  0,8 % der in Deutschland gemolkenen Milch aus dem Berchtesgadener Land kommt, ist es umso bemerkenswerter, dass die 70 Molkereiprodukte der BGL Milch zum regelrechten Exportschlager boomen. Vor dem Hintergrund der oft kritisierten Agrarexporte merkte Klaus Steiner an, dass es für die Gesellschaft völlig normal sei, Schinken aus Italien oder Käse aus Frankreich zu kaufen, aber bei  hochwertigen Milchprodukten die Reduzierung auf den lokalen Markt verlangt werde. Dies sei unrealistisch und auch nicht die Lösung der landwirtschaftlichen Probleme. Würden wir uns nur auf „Somit hätte die Molkerei, beschränkt auf den regionalen Markt, überhaupt keine Überlebenschance“, fügte Pointner an.
 
„Um allerdings international wettbewerbsfähig zu sein, müsse man zum Einen die Komplexität von Markt und Verkaufsverhalten des Endverbrauchers erkennen und verstehen sowie im Spannungsfeld der hochkonzentrierten Bedingungen im Lebensmittelhandel agieren können“, stellte Pointner fest. 
Intensive Marktanalysen und Investitionen in innovative Produktionsmechanismen, ermöglichen der Genossenschaft mit 1730 Mitgliedern, auf die heutigen Kundenanforderungen zu reagieren. Im Laufe der letzten Jahre habe sich das Einkaufs und Konsumverhalten der Gesellschaft stark verändert, auf das auch die Molkerei reagieren müsse. „Marktforschung betreiben, Zielgruppen bestimmen und Verbraucherwünsche erkennen, ist für die Molkerei elementar wichtig, denn die Macht in der Wertschöpfungskette hat der Endverbraucher“, so Pointner. Er ist davon überzeugt, dass die Molkerei nur als Qualitätsführer eine langfristige Chance auf dem Markt hat und die Qualität beginnt bei der Rohmilch. 
 
Pointner erklärte weiter, die Milchwerke Piding setzen auf eine klare Positionierung zu Kundenfragen wie: Herkunft, Nachhaltigkeit und Fairness  beim Abnahmepreis  wie auch beim Zukauf der Zutaten. Die Berücksichtigung dieser Aspekte findet beim Endverbraucher der heutigen Zeit, speziell bei hochwertigen Lebensmitteln immer mehr Anerkennung. 
Pointner schilderte weiter, dass es für eine nachhaltige Lebensmittelqualität, aber auch qualitätsbewusster Preisverhandlungen mit dem Lebensmittelhandel bedürfe und vermisst hierbei, gerade bei großen Konzernen, den notwendigen Sachverstand und die Wertschätzung beim Aushandeln der Konditionen. 
 
Steiner ist es als Agrarpolitiker wichtig, ein so wichtiges Lebensmittel wie Milch nicht zu „verramschen“. Letztlich stimme der Verbraucher aber jeden Tag mit den Füßen ab, was, wo und zu welchen Preis gekauft werde. Mit gezielten Marketingmaßnahmen bewirbt die Genossenschaft aber nicht nur die Qualität der Produktfamilie, sondern versucht auch das Image der Landwirte aufzubessern. Die Milchwerke Piding unterstützen damit aktiv die Wahrnehmung der regionalen Landwirte in der Gesellschaft, was sich mit zunehmender Akzeptanz der Firmenphilosophie und dem Produktbewusstsein in allen gesellschaftlichen Ebenen bemerkbar macht. 
 
Steiner bezeichnete den Pidinger Betrieb als große Stütze für die bäuerliche Landwirtschaft in unserer Region und als absolutes Vorzeigeunternehmen auch im Bereich der Unternehmensführung.
 
Andreas Argstatter sprach die Umsetzung der neuen Düngeverordnung an, die für Nebenerwerbsbetriebe und insgesamt für die bäuerliche Landwirtschaft hinsichtlich notwendiger Investitionen für viele landwirtschaftliche Betriebe nicht umsetzbar sei.
             
 

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