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"Bayern barrierefrei“: HGT ist dabei

Signet ziert nun den Pausenhof – „In vorbildlicher Weise Gedanken der Inklusion entsprochen“

15.06.2018 | Michael Falkinger
Vertreter der Schule und des Landratsamts umrahmen das neue Signet: Hans Zott, Alexandra Wolf, Klaus Steiner, Christine Neumaier, Stefanie Radlmaier, Charlotte Buchholz und Helmut Goller (von links) freuten sich über die Auszeichnung „Bayern barrierefrei
Vertreter der Schule und des Landratsamts umrahmen das neue Signet: Hans Zott, Alexandra Wolf, Klaus Steiner, Christine Neumaier, Stefanie Radlmaier, Charlotte Buchholz und Helmut Goller (von links) freuten sich über die Auszeichnung „Bayern barrierefrei

 „Bayern barrierefrei – wir sind dabei!“, heißt es seit Montag am HertzhaimerGymna sium Trostberg (HGT). Das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales hat der Schule das Signet verliehen, das dem HGT konkrete und beachtli che Beiträge zum Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderung attestiert. Das Schild mit vier Piktogrammen steht vor dem Zugang vom Pausenhof zur Aula.

Zur Vorstellung des Signets be grüßten Schulleiterin Christine Neumaier, Dr. Helmut Goller, Mitarbeiter im Direktorat, Personalratsvorsitzende Stefanie Radlmaier und Schülersprecherin Char lotte Buchholz den heimischen CSU Landtagsabgeordneten Klaus Steiner sowie vom Landratsamt Traunstein den Beauftragten für Senioren und Menschen mit Behinderung, Hans Zott, und die Leiterin der Abteilung Rechts amt und regionale Entwicklung, Alexandra Wolf.
 
In seiner Regierungserklärung vom November 2013 hatte der damalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer das Ziel vorgegeben, Bayern bis 2023 im ge samten öffentlichen Raum und im gesamten Öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten. Barrierefreiheit ist dabei auch eine Grundlage für Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Das Signet „Bayern barrierefrei“ ist Zeichen der Anerkennung für alle, die in Bayern Barrieren abbauen.
 
Das HertzhaimerGymnasium betrachtet die Inklusion behinderter Schüler als selbstverständ lich. Barrierefreiheit bedeute für das Gymnasium nicht nur ein barrierefreies Schulgebäude, sondern auch die Freiheit von Barrieren im Kopf, wenn es um die Aufnahme von Schülern mit körperlichen Einschränkungen geht, betonte Schulleiterin Neumaier. Dabei schöpfe die Schule alle Förder möglichkeiten aus. Von den derzeit etwa 630 Schülern hätten zehn schwere Beeinträchtigungen. Neumaier hob die gute Zusammenarbeit mit dem Sachauf wandsaufträger des Gymnasiums, dem Landkreis Traunstein, hervor und freute sich, dass MdL Steiner gekommen war, da er stets mitgeholfen habe, „bürokratischen Wirrwarr“ zu lösen. Der Politiker erklärte, dass es bereits in der Ver gangenheit gelungen sei, viele Hürden zu beseitigen.
Das HGT hat in der Vergangen heit viel für die Barrierefreiheit getan. So baute die Schule in allen notwendigen Bereichen ihres Ge bäudes Freilauftürschließer ein und hält die Brandschutztüren dauerhaft über Feststellanlagen offen. Damit können mobilitätseingeschränkte Schüler das Gebäude ohne anstrengendes Öffnen von Brandschutztüren ungehindert nutzen. Schallschluckende Wandabsorber sorgen in neun Klassenzimmern dafür, dass auch Schüler mit Hörbehinderung zu rechtkommen. Zahlreiche Klassenzimmer erhielten tiefe Fenstern, so dass auch Rollstuhlfahrer und Kleinwüchsige einen Blick nach draußen werfen können.
 
Rollstuhlgerechte Zugangsbe reiche mit automatischen Türen, barrierefreie Bewegungsflächen, behindertengerechte Toiletten und Aufzüge ermöglichen Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Schülern einen selbstständigen Zugang zu nahezu allen Berei
chen des Schulgebäudes. Darüber hinaus besitzt das Gymnasium eine mobile Induktionsanlage für Menschen mit Hörbehinderung.
 
Das HertzhaimerGymnasium besuchen Schüler mit ganz unter schiedlichen Behinderungen und Einschränkungen. Neumaier nannte als Beispiele schwere Hörschädigungen, Autismus und Glasknochenkrankheit. Wie für alle Schüler gelte auch hier: Jedes Kind und jeder Jugendlicher soll im HGT gut aufgehoben sein und die nötige Förderung und Forde rung bekommen. Wichtig sei der Schule dabei die Professionalisie rung der Lehrer mit entsprechen den Fortbildungsmaßnahmen.
Mit dem Erhalt des Signets hält das Gymnasium seine Bestrebungen in puncto Barrierefreiheit aber noch nicht für abgeschlossen. Großes Augenmerk legt man darauf, den Schul und Pausenhof behindertengerecht zu machen. So will man den Schulgarten mit Hochbeeten und rollstuhlgeeigneten Gehwegen zwischen den Hochbeeten neu gestalten.
 
„Barrierefreiheit hat in allen Lebens und Arbeitsfeldern und so auch im Baubereich mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert ein genommen“, sagte Hans Zott vom Landratsamt. Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit einem höheren An teil älterer Menschen steige die Bedeutung dieses Themas. Der öf fentlichen Hand als Bauherrn komme hier eine besondere Rolle zu. Zott bezeichnete es daher als besonders erfreulich, dass das HertzhaimerGymnasium dem Gedanken der Inklusion mit viel fältigen Bau und Investitions maßnahmen in vorbildlicher Weise entsprochen habe.

Abgeordnetenbüro Klaus Steiner, MdL

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